Grafikkarten Signalausgänge – VGA, HDMI, LFH60 & Co.

An einer Seite besitzen Steckkarten eine ganze Reihe von Ausgängen. Diese Anschlüsse haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Es folgen einige Anschlüsse mit Erklärungen:

Der wohl bekannteste und schon im Jahr 1981 entwickelte VGA-Anschluss bietet die Möglichkeit einen analogen CRT-Monitor (Röhrenmonitor) anzuschließen. Er ist auch in der komprimierten Mini-VGA Version vorhanden.

Eine bessere Bildqualität liefert der DVD-Out. Das ist ein Ausgang, der ein digitales Signal sendet und somit die Bildqualität deutlich verbessert wird. Da es nur wenige Monitore mit einem DVI-Anschluss gibt, bieten die Chips heute einen DVI-I-Ausgang, der neben dem digitalen DVI auch noch ein analoges Signal beinhaltet. Über einen Adapter lässt sich so am Bildschirm die verbesserte Bildqualität nutzen. Neben dem klassischen DVI und dem DVI-I-Anschluss, gibt es auch noch den Dual-Link-DVI, der doppelt so viele Datenleitungen beinhaltet und somit für Bildschirme mit Full HD (1080p) gut geeignet ist.

Moderne Videokarten unterstützen meist HDMI, das heißt, dass sie ein High Definition Multimedia Interface besitzen. Der Vorteil ist, dass der Bildqualitätsverlust durch die ständigen Wandlungen von Digital-Analog bzw. von Analog-Digital nun kompensiert werden kann. Zudem hat der HDMI-Anschluss den Vorteil, dass er mit dem DVI Anschluss kompatibel ist und so Endgeräte, die nur über einen DVI-Anschluss verfügen weiter betrieben werden können.

Ein eher selten an Grafikchips verbauter Anschluss ist der LFH60 Anschluss. Er findet seine Anwendung im Zusammenhang mit Grafikchips nur bei Matrox. Dieses Unternehmen verwendet ihn als Dual-DVI-Ausgang.

Der modernste Ausgang von Steckkarten ist der Display-Port-Ausgang- Dieser findet seit 2010 Anwendung in der HD5000 Grafikkartenserie von ATI. Vorteilhaft an diesem Anschluss ist, dass der erstens über eine hohe Datenübertragungsrate verfügt und somit gut für hohe Auflösungen geeignet ist und zweitens nicht nur zu DVI kompatibel ist, sondern auch VGA und HDMI. Nutzer, die ihren Fernseher an den Computer anschließen möchten, benötigen einen TV-Out. Dieser ermöglicht den Anschluss eines PC-Monitors und eines Fernsehbildschirms. Jedoch haben diese Ausgänge keine hohe Signalqualität, da sie ein analoges Signal senden.

Neben dem TV-Out haben einige PCIe-Karten auch einen TV-In, der speziell zum digitalisieren von externen analogen Videoquellen genutzt wird. Häufig sind TV-In und TV-Out aus Platzgründen in einem Anschluss verbaut. Dies verhindert dann jedoch die Möglichkeit TV-In und TV-Out gleichzeitig zu nutzen. Es hat sich also gezeigt, dass es sehr viele verschiedene Ausgänge an Steckkarten gibt, sowohl analoge als auch digitale. Häufig sind diese Anschlüsse auch miteinander kompatibel. Jeder Nutzer muss selber wissen, welche Anschlüsse er benötigt. Es ist sinnvoll vor dem Kauf einer Videokarte nach dem Anschluss an dem Monitor zu gucken und danach dann den Grafikchip auszuwählen.