Grafikkarten – Wofür nutzt man Grafikkarten?

Die Antwort auf diese Frage ist nicht schwer! Ein Grafikchip steuert alle Prozesse in einem Computer, die etwas mit einer Bildschirmanzeige zu tun haben. Sie wandelt die Signale des Prozessors so um, dass wir sie schließlich auf dem Bildschirm betrachten können. Um diesen Ablauf des Computers zu verstehen und um zu erkennen, wofür eine Steckkarte in dem System da ist, folgt ein kurzer Ablaufplan.

Nehmen wir an, eine Person tippt in den Computer ein A ein. Die Eingabe wird von dem Computer als elektrischer Impuls wahrgenommen. Da der Computer weiß, von welcher Stelle die Eingabe kam, kann er genau sagen, welchen internen Code diese Eingabe hat. In dem Computer wird die Eingabe dann überprüft und es werden Berechnungen durchgeführt, wenn der Nutzer zum Beispiel ein A eingetippt hat, nachdem es eine Abfrage gab, ob A oder B. Tippt der Nutzer den Buchstaben A jedoch nur in ein Textdokument, so erscheint er auf dem Bildschirm, doch wie schafft es der Computer den internen Code so darzustellen, dass er auf dem Bildschirm aussieht wie ein A. Die Antwort ist einfach. Hier kommt der Grafikchip ins Spiel. Wie oben bereits erwähnt, wandelt er die digitalen Signale des Computers in Bildschirmsignale um, welche dann ausgegeben werden können. Das ganze System ist also ein „Eingabe - Verarbeitung – Ausgabesystem“, wobei der Videochip zwischen Verarbeitung und Ausgabe steht. Hätten wir den Grafikchip nicht, dann würden wir also nichts sehen.

Sicherlich hätte man den Chip auch in den Hauptprozessor mit einbauen können, aber das hätte dazu geführt, dass dieser sehr aufwendig und dadurch sehr langsam geworden wäre. Die Videokarte als externes Bauteil in einen Computer einzusetzen dient also überwiegend der Entlastung des Prozessors. Benutzt wird eine Steckkarte besonders dann, wenn der Computer ein grafisch aufwendiges Programm ausführen muss. Hierzu zählen Videoschnittprogramme, aber auch Fotobearbeitungsprogramme belasten den Chip massiv. Rekordhalter unter den grafisch aufwendigen Programmen sind und werden es auch bleiben Computerspiele.

In den häufig dreidimensionalen Welten müssen ständig Bildelemente berechnet werden, da sich die Situation in dem Spiel dauernd ändert. Es gibt also Nutzer, die brauchen einen Grafikchip mit höherer Leistung. Die Anfangsfrage lässt sich hier also erweitern: Wofür braucht man einen guten Grafikchip? Spiele sind sicherlich ein Teilgebiet von Software, die eine hohe Grafikleistung benötigen. Aber auch sämtliche 3D-Programme, wie CAD-Anwendungen benötigen eine hohe Kapazität des Grafikchips. Zur Erklärung: Mit Programmen wie WinCAD lassen sich aufwendige Modelle von Bauteilen anfertigen. Die Pläne sind dreidimensional und die Modelle können von bestimmten Maschinen dann genauso gefertigt werden. Die Frage, wofür Videokarten also benötigt werden ist also hiermit geklärt, doch welche Sie wirklich benötigen, soll auf den folgenden Seiten geklärt werden.